was mir wichtig ist
   
 
  mein innerer Jakobsweg
Nach dem Schmerz ist vor der Pein, oder so ähnlich könnte man die Zeit seit Sommer 2009 bezeichnen.

Denn nach meinem Termin bei dem Liebscher-Bracht-Therapeuten konnte ich anfangen, das Lyrica wegzulassen.

Leichter gesagt als getan, denn auch wenn ich schon selbständig mein Morphium abgesetzt hatte, tauchten doch auf einmal beim Lyrica-Absetzen lauter Entzugserscheinungen auf.

Nie im Leben hätte ich mich selbst bis dahin als medikamentensüchtig bezeichnet. Ist ja auch nach wie vor ein Tabu-Thema.

Doch in der Schmerz-Zeit war nur wichtig, diesen zu reduzieren, um weiterhin "funktionieren" zu können.
Ich denke heute, selbst wenn mir die Ärzte gesagt hätten, dass ich von dem Zeugs abhängig werde(n kann), hätte ich es trotzdem genommen, weil es meine Schmerzen nunmal gelindert hat.

Leider kam mein damaliger behandelnder Arzt dann im Dezember auf die Idee, mir Paracetamol + Codein (als Verstärker) zu verschreiben- ohne darüber nachzudenken, dass ich eh schon im Entzug hänge und beim Googeln zu lesen ist, dass diese Kombination bei Leuten, die eh schon dieses Problem haben, eine schnelle Abhängigkeit entstehen wird.

Das habe ich aber erst gemerkt, als ich nach dem Hamm-Aufenthalt diese Tabletten einfach weggelassen hab- mit irrsinnigen Folgen, angefangen über völlige Schlaflosigkeit, weiter über extreme Adrenalin-Ausschüttungen und das Gefühl, bis in die Haarspitzen unter Strom zu stehen. Herzrasen 24 Stunden am Tag, Schwitzattacken und was es sonst noch für unschöne Entzugssymptome gibt...

Also hieß es, den Kram step by step wegzulassen; so dass ich auf Tropfen umgestellt habe, die ich besser reduzieren konnte.

Trotzdem hat es von 06/2009 bis 08/2011 gedauert, bis ich alle Medikamente abgesetzt hatte.

Ach ja: Der lapidare Kommentar meines Arztes, als ich ihn auf die abhängigkeitsmachende Gefahr von der Paracetamol-Codein-Mischung ansprach war: Naja, jetzt sind se ja mit dem Lyrica durch... Na toll, nur, um dann ewig lang eine Hustenstiller-Komponente loszuwerden???
Keine Frage, dass ich nicht mehr bei diesem Arzt bin, oder?

Manch einer mag sagen: Selber schuld, hätte se mal den Beipackzettel richtig gelesen.
Stimmt.
Doch bei all den Medikamenten, die bei mir schon ausprobiert und angewandt worden sind, erlischt nach so vielen Jahren (über der Blick auf all die Nebenwirkungen; man schaut nur noch auf die Anwendungshinweise und gut ist...

Für mich war das mein innerer Jakobsweg und ich konnte es auch nur deshalb so klasse durchhalten, weil ich immer vor Augen hatte, aus welchem Grund ich überhaupt absetzte: Ich bin schmerzfrei, ich brauche das nicht mehr!



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Ich werd zwar jetzt 40, aber hab so das Gefühl, daß irgendwas in mir drin schon bei 26/27 stehen geblieben ist...:-)
Meine Hobbies sprechen schon Bände, und wenn sogar mein fast 14jähriger Sohn stolz auf mich ist, ist das irgendwo schon ein Lob.
Ich bin irgendwie jünger geblieben, auch in mir drin, alt werden oder sein kann ich später immer noch...Ich bin die einzige Mutter, die mein Sohn kennt, die 'ne eigene PS2 besitzt, weil sie zur Entspannung "Need for speed Carbon" spielt...Dauernd interessiere ich mich für Neues, bin bißchen technikgeil und das hat mir schon viel weitergeholfen.
Hab sogar ein Psychologiestudium komplett über Fernuni gemacht, hatte dann bloß das Geld für die Abschlußprüfung nicht mehr, weil da der nette Onkel Hartz zugeschlagen hat.

Wie das kommen konnte?
Krankheitstechnisch kam was dazwischen, konnte meine Berufe nicht mehr ausüben und gelte beim A'Amt sowieso als überqualifiziert (Bürokauffrau, Fitneßtrainer, Vers.-Fachfrau, Psychologie, Organisation, Management, Marketing, Mitarbeiterführung u vor allem -schulungen, Frauenselbstverteidigungs-Trainerin/Entwicklerin,) das ist denen wohl zuviel.

Besser ist es sowieso meist, sich seinen Job selbst zu suchen, hab ich beim Letzten auch gemacht. War ne tolle Zeit, hab dort so gern gearbeitet, daß ich sogar Sonn- und Feiertags oft dort war...Zwar nie lang am Stück, aber das paßte auch, war'n kleiner Laden...:-)
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